Zehra Sönmez – 16GB: Tischtennisplattenpolitik

Die Tischtennisplatte. Keine grüne Vereinsplatte mit abgerundeten Ecken für lockeres Ping-Pong, sondern Beton und harte Kanten. Für die Zwillinge Ceren und Andaç "ein Ort des Zusammenfindens. Das Zusammenfinden unserer Gefühle, Schmerzen, Freude". Hier werden erste Musikvideos gedreht, Hot Wheels spektakulär verbrannt, Entschuldigungsbriefe geschrieben, diskutiert und nicht nachgegeben, versöhnt und gefeiert. Hier werden Systemkritik ausgehandelt und Strukturen hinterfragt. Klar, direkt und unnachgiebig hält Zehra Sönmez der Gesellschaft – nicht zuletzt dem Theater- und Kulturbetrieb – den Spiegel vor und fragt nach der tatsächlichen Erlebbarkeit des proklamierten "Wir" im Schatten weißer Mehrheitsnarrative und kaschierter Diskriminierung.

Zehra Sönmez wurde 2002 geboren. Als Autorin, Künstlerin und Dramaturgin tätig, führten sie Arbeiten an das Schauspiel Dortmund und das Studio ᴙ am Maxim Gorki Theater Berlin. Prämiert mit dem 1. Berliner Stückepreis für Junges Publikum 2024, zeigt Zehra Sönmez: "Auf diesem Stück Beton kritisieren wir konstruktiv ihre Konstrukte ab."

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