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Autor*innenpreis

Alles über die eingeladenen Autor*innen

danulat kutschke federer pfeiffer
schnyder soenmez Heiderberger Stückemarkt 2025

Der Autor*innenpreis des 42. Heidelberger Stückemarkts, der SWR Hörspielpreis sowie der Publikumspreis gehen in diesem Jahr an Yannic Han Biao Federer. Neben ihm nahmen in diesem Jahr Lisa Danulat, Sean Pfeiffer, Rebecca C. Schnyder, Zehra Sönmez und Svealena Kutschke teil, die zudem den neuen FIDENA Stückepreis erhielt. Die insgesamt sechs Positionen wurden aus 103 Einsendungen vom Stückemarkt-Team am Theater und Orchester Heidelberg ausgewählt. Ihre noch unaufgeführten Stücke wurden während des Stückemarkts in Lesungen durch das Heidelberger Schauspiel-Ensemble vorgestellt. Anschließend entschied die Fachjury aus Lea Göbel, Thomas Köck, Jürgen Popig, Bernadette Sonnenbichler und Vanessa Vu über die Preise. Sie vergab außerdem den Nachspielpreis an Malin Lamparters Inszenenierung von Fabienne Dürs "Gelbes Gold" am Stadttheater Gießen und den Jugendstückpreis für Sergej Gößners Inszenierung von Kristo Kristo Šagors "Nice" am Theater Konstanz. Im Rahmen des Gastland-Schwerpunktprogramms China traten drei chinesische Dramatiker*innen zum Wettbewerb um den Internationalen Autor*innenpreis an. Gewonnen hat Autorin Han Jing für ihr Familienepos "Vierundzwanzig Stunden vor Neujahr werden wir des Lebens müde".

Der Wettbewerbsjahrgang 2025 +++ Sieger*innen +++ Stücke +++ Preise

Der Wettbewerbsjahrgang 2025 +++  Sieger*innen +++ Stücke +++ Preise

In 10 Tagen durch die Theaterwelt

5. Mai 2025. Die Preise beim 42. Heidelberger Stückemarkt sind vergeben – und neben Auszeichnungen für klare Favoriten gibt es auch eine unerwartete Entscheidung. Georg Kasch blickt in seinem Abschlussessay noch einmal auf die zehn Tage voller Theater zurück.

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Gastland China

Autorin Han Jing © LI jinglu

Gastland China – Der internationale Autor*innenwettbewerb

Aufruhr ums Neujahrsfest

5. Mai 2025. Drei Stücke traten im Gastlandprogramm im Wettbewerb um den internationalen Autor*innenpreis an. Am Ende gewann das Stück der Dramatikerin und Regisseurin Han Jing, die von einem Familien-Neujahrsfest aus den unterschiedlichen Perspektiven der vier Kinder erzählt. Verena Großkreutz lässt die Texte Revue passieren.

Inspirationen zu "Ein gutes Jahr" © Xu Hongchang
Inspirationen zu "Ein gutes Jahr" © Xu Hongchang

Gastland China – Ein gutes Jahr

Politische Anorexie

Überforderung, Druck, Sprachlosigkeit – "Ein gutes Jahr" von Xu Hongchang ist ein düsteres Stück über den Familienalltag in China, dessen erst bei den Endproben in Heidelberg entwickelte Schärfe die politischen Dynamiken in China offenlegt. Georg Kasch hat das furiose Debattenstück verfolgt.

"Die Geschichte vom Pfirsichblütenfächer neu erzählt" © Cai Yuan
"Die Geschichte vom Pfirsichblütenfächer neu erzählt" © Cai Yuan

Gastland China – Die Geschichte vom Pfirsichblütenfächer neu erzählt

Der Krieg ist eine Seuche

5. Mai 2025. Im "Pfirsichblütenfächer", einem chinesischen Klassiker, gibt es 44 Auftritte. Lediglich 14 davon sind für die weibliche Protagonistin reserviert. Höchste Zeit, fand Regisseurin Xiao Jing, dem vielgespielten Stoff eine feministische Neuauflage zu verpassen. Verena Großkreutz hat das schnell geschnittene – und vor allem schnell gesprochene – Empowerment-Gastspiel verfolgt.

"Die wahre Geschichte des Ah Q" der New Youth Group © TASU
"Die wahre Geschichte des Ah Q" der New Youth Group © TASU

Gastland China – Die wahre Geschichte des Ah Q

Erst kommt der Tod, dann die Moral

4. Mai 2025. Wer möchte für immer leben? Von Körper zu Körper hüpfen, während die Zeit vergeht? Ah Q ist dieses Glück beschieden. Doch was heißt Glück, wenn man unentwegt scheitert, am eigenen Makel und jenem der anderen? "Die wahre Geschichte des Ah Q" der New Youth Group aus Peking ist ein großes Stück über individuelle und kollektive Moral, bei der auch Brecht grüßen lässt. Verena Großkreutz hat sich das erste Gastspiel des Gastlandes China angeschaut.

Bild einer Inszenierung des Stücks "Die Einladung des Präsidenten" von Wen Fangyi: Man sieht vier Schauspieler:innen um einen Tisch, drei sitzen, einer steht
"Die Einladung des Präsidenten" © Yesoo Company

Überblick über das zeitgenössische Theater in China

Im Gestern von Heute erzählen

Nanjing, im Februar 2025. Unzählig sind die Bühnen, auf denen in China Theater gespielt wird. Neben der traditionellen chinesischen Oper und Musicals gehört auch das Sprechtheater dazu. Seit den 1980er Jahren entwickeln sich die Theaterszene und die Dramatik rasant – und finden immer wieder Strategien, den politischen Druck zu umgehen.

Von Chen Tian

Trailer zu Xu Hongchangs "Ein gutes Jahr (1. Akt)" © Xu Hongchang

Gastland China – Theater als Kulturaustausch

Wenn Welten aufeinander treffen

März 2025. Als Autorin mit einem lange bestehenden und ausgiebig gepflegten Interesse an China und seiner Kultur hat Ulrike Syha die diesjährige Gastland-Auswahl beim Heidelberger Stückemarkt mitkuratiert. In ihrem Essay gibt sie einen Einblick in ihre Erfahrungen mit dem chinesischen Theater und blickt voraus auf die im April geplanten Lesungen, Inszenierungen und Gastspiele.

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Nachspielpreis

Fabienne Dürs "Gelbes Gold" aus Gießen © Christian Schuller

Gastspiel Stadttheater Gießen – Gelbes Gold

Goldschatz in der Frittenbude

3. Mai 2025. Fabienne Dürs Erstlingwerk "Gelbes Gold" konkurrierte 2021 um den Autor*innenpreis. Jetzt kehrt die lebenspralle Glückssucher-Geschichte in der Nachspiel-Inszenierung von Malin Lamparter zum Stückemarkt zurück, mit tänzelnden Pommes und einer schön unkonventionellen Provinz-Familiengeschichte. Mehr von Georg Kasch.

"Blutbuch" von Kim de l'Horizon © Kerstin Schomburg

Gastspiel Theater Magdeburg – Blutbuch

Deys Liebe

30. April 2025. Kim will sich befreien aus der binären Welt der Geschlechter. Mit dem Roman "Blutbuch", der genau von dieser Befreiung erzählt, gewann Kim de l'Horizon 2022 den Deutschen Buchpreis. In Jan Friedrich für den Nachspielpreis nominierter Inszenierung verschmelzen Bilder und Worte kongenial. Mehr von Georg Kasch.

Laura Naumanns "Nicht mein Feuer" vom Theater Bielefeld © Philipp Ottendörfer

Gastspiel Theater Bielefeld – Nicht mein Feuer

Die Hütte brennt

29. April 2025. Ein DJ als Hauptfigur? In Laura Naumanns Stück "Nicht mein 🔥" wird das Realität. Eine DJane sorgt nicht nur für Stimmung, sondern spricht in Selbstgesprächen wie gegenüber dem Auftraggeber einer Geburtstagsparty auch ganz andere Themen an. Und siehe da: In Jette Büshels Bielefelder Inszenierung entwickelt das große Kraft und man hört ihr neu zu. Mehr von Georg Kasch

"Blutbuch" von Kim de l’Horizon in der Inszenierung von Jan Friedrich © Kerstin Schomburg

Blutbuch – Kim de l’Horizon

Der Horror der Projektionsflächen

März 2024. Kim de l’Horizons queerer Buchpreisgewinner "Blutbuch" wurde bereits mehrfach auf die Bühne gebracht. Nach der Hannoveraner Uraufführung dominierten Poesie und fluffiges Theater. Auch in der Magdeburger Version geht die Poesie nicht verloren. Dennoch bricht hier viel öfter die dunkle Seite der Identitätssuche hervor. Ein Gespräch mit dem Regisseur Jan Friedrich.

Laura Naumanns "Nicht mein Feuer" in der Regie von Jette Büshel am Theater Bielefeld © Philipp Ottendörfer

Nicht mein Feuer – Laura Naumann

Anleitung zum Selbst-Empowern

17. März 2025. Laura Naumanns Monolog "Nicht mein Feuer" entstand als Auftragswerk des ITZ Tübingen. Die Zweitinszenierung am Theater Bielefeld mit Hauptdarstellerin Christina Huckle verwandelt das Stück in ein ziemlich lässiges DJ-Set, das den Zuschauer*innen ganz nah kommt. Ein Interview mit Regisseurin Jette Büshel.

Fabienne Dürs "Gelbes Gold" in der Regie von Malin Lamparter am Stadttheater Gießen © Christian Schuller

Gelbes Gold – Fabienne Dür

Pommes sind für alle da

17. März 2025. Eine junge Frau kehrt zurück in den Ort ihrer Kindheit – und verändert mit ihrem Blick alles: In Fabienne Dürs "Gelbes Gold" geht es um die großen Lebensfragen und die perfekten Pommes. Malin Lamparter hat das Stück in Gießen nachinszeniert und plädiert entschieden für zeitgenössische Texte.

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Jugendstückepreis

Mülheim-Gewinner-Stück "südpol.windstill" © Susanne Reichardt

Mülheimer Kinderstückepreis 2024 – südpol.windstill

Alltag mit Alkohol 

5. Mai 2025. Beim Stückemarkt wird jeweils im Austausch der Gewinner des Mülheimer KinderStückePreises gezeigt. Das bedeutet dieses Jahr ein Heimspiel, denn die Heidelberger Inszenierung von Armela Madreiters "südpol.windstill" gewann 2024. Es geht um eine Heranwachsende, die sich mithilfe ihres imaginären Freundes Robert Falcon Scott an den Polarkreis träumt – als Flucht vor dem Alltag mit einer alkoholkranken Mutter. Mehr über dieses schwierige Thema auf der Bühne von Sarah Kailuweit.

"Synapsen" der performing.group. © Christopher Horne

Jugendstück-Gastspiel Comedia Theater Köln – Synapsen

Alles so anstrengend!

Pubertät als Zeit des großen körperlichen Umbaus ist ein Standardthema im Jugendtheater. Auf der Bühne ist es: peinlich. Der performing.group gelingt es in ihrer für den Jugendstückepreis nominierten Tanzperformance "Synapsen" dennoch, ihr Publikum zu gewinnen. Elena Philipp hat den drei Superheldenhormonen zugeschaut.

"Aurora" von sputnic und Nils Voges vom Jungen Theater Bremen © Jörg Landsberg

Jugendstück-Gastspiel Junges Theater Bremen – Aurora

Von der Sinn stiftenden Urkraft

In eine von Klimakatastrophen zerstörte Welt entführt "Aurora" von sputnic und Nils Voges (ja, dem Bruder von Kay Voges). In live animierten Bildern erzählt die Inszenierung, die um den Jugendstückepreis konkurriert, von der Sehnsucht nach einer erfüllten Zukunft, vom Überleben in den Ruinen der Zivilisation und einer unwahrscheinlichen Liebe zu einem Roboter. Mehr von Elena Philipp.

"Nice" von Kristo Šagor.© Milena Schilling

Jugendstück-Gastspiel Theater Konstanz – Nice

Hä? Uh!

Wenn das Leben Haken schlägt wie ein Cyber-Hase im Online-Game, kann Freundschaft die letzte Rettung sein. Kristo Šagor beschreibt in seinem Jugendstück „Nice“, nominiert für den Jugendstückepreis, multiple Hochs und Tiefs im Alltag seiner beiden jungen Protagonisten Malte und Mark. Am Ende … Ach nein, das lässt sich so nicht sagen. Denn wie jede gute Geschichte hat auch diese keinen Schluss. Unser Autor Georg Kasch war bei dieser emotionalen Kletterpartie dabei.

 

"Aurora" von sputnic am Theater Bremen © Jörg Landsberg

Jugendstückepreis: Die diesjährige Auswahl

Das schwierigste Spiel der Welt

27. Februar 2025. Veränderungen bestimmen unsere Gegenwart. Auch die Auswahl der Jugendstücke beim Heidelberger Stückemarkt widmet sich den Umbrüchen, ob im Kleinen oder im planetaren Maßstab: Pubertät, Lebenskrise, Klimakatastrophe. Kein Wunder, dass Jugendliche und junge Erwachsene hoffnungsloser denn je auf die Welt blicken. Lena Riemer weiß, worin sich die Stücke einig sind.

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Gegenwartsdramatik

"Die Entführung der Amygdala" von Anna Gschnitzer © Joachim Dette

Gastspiel Theaterhaus Jena – Die Entführung der Amygdala

I Don't Care No More

3. Mai 2025. Ein Unfall. Und im Schwebezustand zwischen Tod und Leben hat frau Zeit und Raum für Wesentliches: Warum ist familiäre Sorgearbeit so ungleich verteilt? Im Solo für Pina Bergemann richtet Anna Gschnitzer einen schrägen Blick auf die vermeintliche Kleinfamilien-Normalität. Ist es das limbische System, das entgleist? Oder liegt das Problem woanders? Georg Kasch hat eine Antwort.

Nuran David Calis' "Leaks" vom Schauspiel Frankfurt © Laura Nickel

Gastspiel Schauspiel Frankfurt − Leaks. Von Mölln bis Hanau

Die Wut in mir

3. Mai 2025. Nuran David Calis macht die Bühne wie kaum ein anderer zum politischen Raum. In "Leaks. Von Mölln bis Hanau" zeigt er die Unterwanderung der Gesellschaft durch Rassismus und Rechtsextremismus seit Gründung der BRD auf. Grundlage ist auch hier eine akribische Dokumentation der Fakten – mit einem überraschenden Bogen. Verena Großkreutz war dabei.

"Doping" von Nora Abdel-Maksoud © Judith Buss

Gastspiel Münchner Kammerspiele – Doping

Zerfickt vom Stress

2. Mai 2025. Aussichten auf einen kommunalen Posten hat der Spitzenkandidat eines Sylter FDP-Ortsverbandes nur dann, wenn er sein Inkontinenzproblem in den Griff bekommt. Also landet er in einer Klinik. Und trifft dort in Nora Abdel-Maksouds Komödie auf Personal, das nicht nur seine Krankheit, sondern auch seine politische Einstellung bekämpft. Verena Großkreutz war bei den Battles dabei.

"dumme jahre" von Thomas Freyer © Candy Welz

Gastspiel Nationaltheater Weimar – dumme jahre

Es fängt ja alles erst an!

2. Mai 2025. Es ist ein ostdeutsches Familienpanorama der Extraklasse, das der Dramatiker Thomas Freyer hier entwirft: von der DDR bis in die Nachwendezeit. Die Uraufführung von Tilmann Köhler fand punktgenau am Tag der Deutschen Einheit in Weimar statt. Georg Kasch sah das Heidelberger Gastspiel.

"Das beispielhafte Leben des Samuel W." von Lukas Rietzschel © Pawel Sosnowski

Gastspiel Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau – Das beispielhafte Leben des Samuel W.

Wer blickt denn noch durch in dieser Welt!

2. Mai 2025. Lukas Rietzschel, der gefeierte Romanautor und Dramatiker des Jahrgangs 1994, hat ein Stück geschrieben, in dem er ostdeutsche Erfahrungen und Gemengelagen vermisst. Und den Rechtsruck. In seiner Uraufführung kleidet Ingo Putz das Drama in Unschuldsweiß. Georg Kasch schreibt über das Gastspiel.

Caner Akdeniz' "Oratorium: Doyçland" vom Theater Oberhausen © Axel J. Scherer

Gastspiel Theater Oberhausen – Oratorium: Doyçland

Deutschland, deine Lieder

Zum Mitklatschen verführt der Liederabend "Oratorium: Doyçland" von Caner Akdeniz, der, wie eine bekannte Compilation, die Songs von Gastarbeiter*innen würdigt. Mittelpunkt auf der Bühne: ein alter Mercedes-Benz. Aber begeistertes Mitmachen ist womöglich gar nicht die richtige Reaktion. Mehr von Elena Philipp.

"Betonklotz 2000" von Jona Rausch © Katrin Ribbe

Gastspiel Schauspiel Hannover – Betonklotz 2000

Schandfleck mit Herz 

30. April 2025. Ein brutalistischer Betonklotz aus den 1970er Jahren ist Schauplatz des Stücks von Jona Rausch, Sinnbild für soziale Ungleichheit. Vier junge Bewohner*innen erzählen in Goldie Rölls Inszenierung ungeschönt aus ihrem Leben – auch der Koloss hat etwas zu sagen, wie Elena Philpp berichtet.

Emre Akals "Goldie" vom Schauspiel Leipzig © Rolf Arnold

Gastspiel Schauspiel Leipzig – Goldie

Bis dass der Tod euch nicht scheidet

29. April 2025. Was wäre, wenn man einer geliebten, verstorbenen Person noch einmal begegnen könnte? Virtuelle Realität macht es möglich, auch in Emre Akals von KI unterstützter Dramödie "Goldie", die nach dem Schein und Sein in Beziehungen fragt. Wer ist ein Trugbild, der digitale Avatar oder der eigene Partner? Mehr von Elena Philipp

 

"Chronik der laufenden Entgleisungen" von Thomas Köck und Marie Bues © Lex Karelly

Gastspiel Schauspielhaus Graz / Wien − Chronik der laufenden Entgleisungen (austria revisited)

Im freien Fall

Harter Stoff! Thomas Köck hat für ein knappes Jahr die innenpolitische Lage Österreichs sowie die Zeitläufte verfolgt. In seinem Höllenritt für sechs Schauspieler*innen rutscht die Welt unaufhaltsam nach rechts. Mehr von Elena Philipp.

"Die Insel der Perversen" von Rosa von Praunheim © Eike Walkenhorst

Gastspiel Deutsches Theater Berlin – Insel der Perversen

Lacht kaputt, was Euch kaputt macht

Science-Fiction der besonderen Art, die Rosa von Praunheim in diesem "deutschen Singspiel" hier in grellen Farben ausmalt. Ein Abend, der zeigt, dass im Wort "Unterhaltung" auch der Begriff "Haltung" steckt.

Mehr von Georg Kasch.

Leonie Ziem © Julie Mathees
Leonie Ziem © Julie Mathees

SWR2-Hörspielpreis – Kind aus Seide

Die Untreue der Maschinen

Vorsicht vor Robotern mit "angelegtem anthropomorphismus". Gerade war man noch ein Paar-Team – und schon ist der Mensch wieder allein. Leonie Ziems Scifi-Komödie "Kind aus Seide" gewann im vergangenen Jahr den SWR2-Hörspielpreis. Nun kam zu später Stunde die Ursendung in der Regie von Bernadette Sonnenbichler heraus. Georg Kasch hat sich die Hörspielfassung angehört.

"RCE" von Sibylle Berg. © Moritz Haase
"RCE" von Sibylle Berg. © Moritz Haase

Gastspiel Berliner Ensemble – RCE #Remotecodeexecution

Träumen KIs von der Revolution?

Tax the Rich! Das wäre das Wenigste, was die fünf Pilzköpfe in Kay Voges und Sibylle Baschungs Adaption von Sibylle Bergs Roman "RCE #REMOTECODEEXECUTION" erreichen wollen. Es geht um viel mehr: die Umprogrammierung des globalen Wirtschaftssystems. Aber Moment. Sind die fünf Anzugträger dort vorne tatsächlich echt? Georg Kasch war für uns diesen temporeichen Netzschnipsel-Fiebertraum durchlebt.

 

 

 

"All about me. No life after me" vom aktionstheater ensemble © Anja Köhler
"All about me. No life after me" vom aktionstheater ensemble © Anja Köhler

Gastspiel aktionstheater ensemble – All about me. No life after me

Melange der Melancholie

Schon wieder Tristesse pur beim Heidelberger Stückemarkt! Als traurige Clowns schickt Martin Gruber sein aktionstheater ensemble in „All about me. No life after me“ auf die Bühne. Aber dann: Wirkt die Kraft des Theaters. Und der Gemeinschaft. Elena Philipp hat sich von diesem lebensklugen Ensemblestück umarmen lassen.

Im Regieraum der Hörspiel-Aufnahme von "Exzess (Eine Techno-Oper)" von Noam Brusilovsky und Tobias Purfürst © rbb / Anke Beims

Hörspiele – Wie das Theater von seiner Schwesterkunst profitiert

Gewinn für beide Seiten

17. März 2025. Das Hörspiel ist zwar dem Theater verwandt, aber doch eine eigene Gattung. Beim Heidelberger Stückemarkt wird die Nähe der ihnen zugrunde liegenden dramatischen Texte mit dem SWR-Hörspielpreis betont. Aber es gibt auch gravierende Unterschiede. Worin diese liegen und warum die beiden Kunstgattungen sich dennoch wunderbar ergänzen, beschreibt Stefan Fischer.

Leo Lorena Wyss © Hanna Fasching | Arad Dabiri © Neven Allgeier

Dialog – Interview mit Arad Dabiri und Leo Lorena Wyss

"Jetzt reden die endlich mal"

27. Februar 2025. Lange herrschte in der zeitgenössischen Dramatik und bei den Autor*innenfestivals die Textfläche vor. Aber der Dialog kehrt zurück. Wie halten es Leo Lorena Wyss, mit "Blaupause" Stückemarkt-Gewinner*in 2023, und Arad Dabiri, 2024 für "DRUCK!" ausgezeichnet, mit der direkten Figurenrede?

Editorial

Liebe Leser*innen,

Seit 2012 begleitet das Theatermagazin nachtkritik.de den Heidelberger Stückemarkt mit diesem Festivalmagazin. Hier präsentiert die Redaktion alles Wissenswerte rund um die Themen und Gastspiele des Stückemarkts, führt Interviews, ordnet Juryentscheidungen ein. Und diskutiert grundsätzliche Fragen von Gegenwartsdramatik. Während des Festivals vom 25. April bis 4. Mai 2025 erscheinen jeden Morgen Kritiken zu allen Aufführungen. Ein Videoblog liefert visuelle Eindrücke vom Festival.  >>>

>Videos

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Rückblick: Wie war's?

Produktion ohne Heimat

Neue Dramatik spielen

Vom Verdrängten erzählen

Autor*innenwettbewerb

Stückemarkt-Eröffnung

Lisa Danulat: OTA

Svealena Kutschke: Fußnoten

Yannic Han Biao Federer: Asiawochen

Sean Pfeiffer: Ein Kinderspiel

Rebecca C. Schnyder: Flaschenkinder

Zehra Sönmez: 16 GB

 

Programm

Freitag 25.04.25
19:30

Zwinger 3

Eröffnung des 42. Heidelberger Stückemarkts

20:00

Zwinger 1

Theater und Orchester Heidelberg

2×241 Titel doppelt so gut wie Martin Kippenberger

von Frankfurter Hauptschule

Regie: FX Mayr

Autor*innenpreis 2024

=>Tickets

20:30

Marguerre-Saal

Gastspiel Berliner Ensemble

RCE #REMOTECODEEXECUTION

von Sibylle Berg
in einer Bearbeitung von Kay Voges und Sibylle Baschung

Regie: Kay Voges

Uraufführung

=> Tickets

Samstag 26.04.25
13:30

Zwinger 3 und online

Deutschsprachiger Autor*innenwettbewerb I

13:30 Uhr 
Flaschenkinder von Rebecca C. Schnyder

14:30 Uhr
OTA von Lisa Danulat

16:00 Uhr 
Fußnoten aus dem späten 21. Jahrhundert von Svealena Kutschke

=> Tickets

18:30

Zwinger 1

Gastspiel aktionstheater ensemble

ALL ABOUT ME
KEIN LEBEN NACH MIR

von Martin Gruber, aktionstheater ensemble und Wolfgang Mörth

Regie: Martin Gruber

Uraufführung

=> Tickets

20:30

Marguerre-Saal

Gastspiel Berliner Ensemble

RCE #REMOTECODEEXECUTION

von Sibylle Berg
in einer Bearbeitung von Kay Voges und Sibylle Baschung

Regie: Kay Voges

Uraufführung

=> Tickets

22:00

Alter Saal

Stückemarktparty

mit Diana Ezerex & Band und Byusa (DJ)

präsentiert von Zwinger x

Rahmenprogramm

Eintritt frei

Sonntag 27.04.25
11:00

Sprechzimmer

Matinee des DFG-Netzwerks
"Untersuchungen zur Gegenwartsdramatik"

Gegenwartsdramatik verstehen

Einblicke in Analyse und Forschung

Eintritt frei

13:30

Zwinger 3 und online

Deutschsprachiger Autor*innenwettbewerb Teil II

13:30 Uhr 
16GB: Tischtennisplattenpolitik von Zehra Sönmez

14:30 Uhr 
Ein Kinderspiel von Sean Pfeiffer

16:00 Uhr 
Asiawochen von Yannic Han Biao Federer

=> Tickets

18:30

Alter Saal

Gastspiel Deutsches Theater Berlin

Die Insel der Perversen
Ein deutsches Singspiel

von Rosa von Praunheim

Regie: Heiner Bomhard

Uraufführung

=> Tickets

20:30

Marguerre-Saal

Gastspiel Schauspielhaus Wien in Koproduktion mit dem Schauspielhaus Graz und dem steirischen herbst

Chronik der laufenden Entgleisungen
(austria revisted)

von Thomas Köck

Regie: Marie Bues

Uraufführung

=> Tickets

Montag 28.04.25
11:00

Zwinger 3

Gastspiel Junges Theater Bremen

Aurora

von sputnic

Regie: Nils Voges

Nominiert für den Jugendstückepreis

=> Tickets

18:30

Grün & Gold

Gastspiel Theater Bielefeld

Nicht mein 🔥

von Laura Naumann

Regie: Jette Büshel

Nominiert für den Nachspielpreis

=> Tickets

20:30

Zwinger 1

Gastspiel Schauspiel Leipzig

Goldie
Ein digitales Requiem

von Emre Akal

Regie: Emre Akal

Uraufführung

=> Tickets

Dienstag 29.04.25
11:00

Alter Saal

Gastspiel Theater Konstanz

Nice

von Kristo Šagor
Regie: Sergej Gößner

Nominiert für den Jugendstückepreis

=> Tickets

20:30

Maguerre-Saal

Gastspiel Theater Magdeburg

Blutbuch

Roman von Kim de l’Horizon
in einer Fassung von Jan Friedrich

Regie: Jan Friedrich

Nominiert für den Nachspielpreis

=> Tickets

20:30

Zwinger 1

Gastspiel Schauspiel Hannover

Betonklotz 2000

von Jona Rausch

Regie: Goldie Röll

Uraufführung

=> Tickets

Mittwoch 30.04.25
11:00

Zwinger 3

Gastspiel COMEDIA Köln

Synapsen

in Koproduktion mit performing:group Köln

Choreographie: Julia Mota Carvalho und Marcela Ruiz Quintero

Nominiert für den Jugendstückepreis

=> Tickets

20:30

Alter Saal

Gastspiel Theater Oberhausen

Oratorium: Doyçland

Eine Discographie des Lebens

von Caner Akdeniz

Regie: Caner Akdeniz

Uraufführung 

=> Tickets

Donnerstag 01.05.25
16:30

Zwinger 3

Gastspiel Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau

Das beispielhafte Leben des Samuel W.

Theaterstück aus Interviewsequenzen
von Lukas Rietzschel

Regie: Ingo Putz

Uraufführung

=> Tickets

18:30

Zwinger 1

Gastspiel Deutsches Nationaltheater Weimar

dumme jahre

von Thomas Freyer

Regie: Tilmann Köhler

Uraufführung

=> Tickets

20:30

Marguerre-Saal

Gastspiel Münchner Kammerspiele

Doping

von Nora Abdel-Maksoud

Regie: Nora Abdel-Maksoud

Uraufführung

=> Tickets

Freitag 02.05.25
18:30

Zwinger 3

Gastspiel Stadttheater Gießen

Gelbes Gold

von Fabienne Dür

Regie: Malin Lamparter

Nominiert für den Nachspielpreis

=> Tickets

20:30

Alter Saal

Gastspiel Schauspiel Frankfurt

Leaks. Von Mölln bis Hanau

von Nuran David Calis

Regie: Nuran David Calis

Uraufführung

=> Tickets

20:30

Zwinger 1

Gastspiel Theaterhaus Jena

Die Entführung der Amygdala

von Anna Gschnitzer

Regie: Pina Bergemann und Babett Grube

Uraufführung

=> Tickets

Samstag 03.05.25
13:00

Zwinger 3 und online

Eröffnung Gastland-Programm China

13:30

Zwinger 3 und online

Internationaler Autor*innenwettbewerb

13:30 Uhr 
Vierundzwanzig Stunden vor Neujahr werden wir lebensmüde von Han Jing

14:30 Uhr 
Zugvögel von Chan Ping Chu

16:00 Uhr 
Schattenfangen von Chu Xia

Gastland China

=> Tickets

 

20:30

Maguerre-Saal

Gastspiel New Youth Group

Die wahre Geschichte des Ah Q

von Ma Wenqi nach Lu Xun

Regie: Li Jianjun

Chinesisch mit deutschen Übertiteln

Gastland China

=> Tickets

23:00

Alter Saal

Stückemarktparty

mit Musik aus dem Gastland China

Eintritt frei

Sonntag 04.05.25
13:00

Sprechzimmer

Theater in China

Podiumsgespräch

Gastland China

Eintritt frei

13:00

Zwinger 3

Theater und Orchester Heidelberg

südpol.windstill

von Armela Madreiter

Regie: Yvonne Kespohl

Mülheimer KinderStückePreis 2024

=> Tickets

16:00

Zwinger 1

Ein gutes Jahr (1. Akt)

von Hongchang Xu

Regie: Hongchang Xu

Szenische Lesung auf Chinesisch mit deutschen Übertiteln

Gastland China

=> Tickets

18:00

Alter Saal

Gastspiel Routine Poems Institute

Die Geschichte vom Pfirsichblütenfächer neu erzählt

von Jing Xiao nach Kong Sharem

Regie: Jing Xiao

Chinesisch mit deutschen Übertiteln

Gastland China

=> Tickets

21:00

Alter Saal

Preisverleihung

Eintritt frei

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